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Der VfR Wellensiek gestern, heute und morgen – ein Rückblick/Bestandsbeschreibung und ein Ausblick –
von Volker Johst, 1.Vorsitzender des VfR Wellensiek:

 Als ich im Mai des Jahres 2000 in unserer alten Vereinshütte am Sportplatz (einige werden sich vielleicht noch erinnern) zum
1.Vorsitzenden des VfR Wellensiek gewählt wurde, war mir sicher nicht so im Detail bewusst, was alles auf mich und natürlich
auch auf meine damals ebenfalls neu gewählten Mitstreiter im Vorstand zu kommen würde.

Die Renovierung bzw. der Ausbau unseres Vereinshauses als erstes zu stemmendes Projekt, der dann folgende Neubau unseres alten mit Dioxin
belasteten Ascheplatzes (dazwischen wurde ein Naturrasenplatz aus dem Boden gestampft),  der Bau eines neuen modernen Verkaufskiosks,
 – alles dies waren Aufgaben,  die die Arbeit des Vorstandes neben dem sog. Alltagsgeschäft in der Vergangenheit schwerpunktmäßig geprägt haben.
Die mit diesen Verbesserungen und Modernisierungen unserer Sportanlage verbundene Expansion im Mitgliederbereich hier vorwiegend in der
Jugendabteilung) zog natürlich auch eine Menge Arbeit nach sich, mit der der Vorstand insgesamt in diversen Sitzungen beschäftigt war.  

Betrachtet man nun die  aktuelle Situation des VfR, steht das o.g. Alltagsgeschäft im Mittelpunkt der Vorstandsarbeit. Allein das Erreichte zu bewahren
erfordert immens viel Einsatz und Mühe aller Verantwortlichen. Im Bereich der Fußballjugendabteilung reicht es natürlich nicht aus nur auf das Bewährte zu
setzen, sondern ist auf Grund der immer weiter steigenden Mitgliederzahl Kreativität und Engagement über das normale Maß hinaus erforderlich. Die sportliche
Situation im Bereich der Jugend ist sehr zufriedenstellend, was man grundsätzlich  auch von den Leistungen der Seniorenmannschaften behaupten kann. In der
abgelaufenen Saison 2007/08 hat es  das ein oder andere Problem gegeben, aber ich glaube, das wir insgesamt sehr zufrieden mit dem derzeit erreichten sein
können.

Die Anmeldeflut im Jugendbereich ist wie oben erwähnt ungebremst – hier wird sich sicher über kurz oder lang auch die Frage stellen, kann man allen
jugendlichen Mitgliedern gerecht werden, ist die Quantität mit der  Qualität in Einklang zu bringen. Das Ziel im Jugendbereich muss mehr denn je sein, talentierte
Spieler für den Seniorenbereich fit  zu machen, damit unsere Seniorenmannschaften in ihren Klassen konkurrenzfähig bleiben und wir nicht überwiegend auf
teuere auswärtige Spieler angewiesen sind.

Im Bereich der Jugend wurde vor nicht langer Zeit ein Förderverein zur Unterstützung der Jugendarbeit gegründet. Dies haben vor uns schon sehr viele andere
Vereine getan und ich denke, dass dies auch bei uns überfällig war. Ich hoffe natürlich sehr, dass die Jugendabteilung von diesem Förderverein profitiert und vor
allem die finanzielle Situation auf eine breitere Basis gestellt wird.

Der VfR profitiert derzeit sehr vom neu gebauten Kunstrasenplatz, aber natürlich auch vom  Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer in allen Bereichen; leider ist
aber auch zu konstatieren  und dies wurde auf der letzten Jahreshauptversammlung deutlich dargestellt, das wir im Seniorenbereich ein Rückgang der Mitglieder
zu verzeichnen haben. Dies bedeutet derzeit konkret weniger Beiträge, der ohne hin engen finanziellen Spielraum unseres Hauptkassierers ist weiter eingeengt.

Was erwartet uns nun in den nächsten 2 Jahren, welche Schwerpunkte sind zu setzen -

die Gewinnung neuer Mitglieder stellt  eine wichtige Zukunftsaufgabe für den VfR dar. Auch die Rekrutierung neuer  Sponsoren ist ein wichtiger Bestandteil
unsere zukünftigen Aufgaben.

Diesem Gebiet muss   intensivere  Beachtung geschenkt werden –  z.Zt. ist ein „Werbefilm“ über den VfR in Arbeit der u.a. auch dazu dienen soll, neue
Sponsoren und Mitglieder zu gewinnen.

Wenn ich an dieser Stelle als Vorsitzender mal einen sportlichen Ausblick wage, so glaube ich feststellen zu können, das wir mit unserem Trainer Jan Barkowski
einen engagierten und kompetenten Mann an der Linie haben, der (mittelfristig) den Landesliga-Aufstieg anstrebt. Dies erscheint kein unrealistisches Ziel zu sein
und unter dem Aspekt, dass wir immer mehr von aufstrebenden Nachbarvereinen mit erheblichem finanziellem Potential umzingelt sind (hier nenne ich nur
Theesen, Dornberg, Schildesche und SCB) ist es umso wichtige sportliche Akzente zu setzen und ambitionierte Ziele zu haben.

Dies bedeutet natürlich auch, dass wir immer wieder den Spagat zwischen machbarem finanziellem Aufwand und sportlichen Aktivitäten finden müssen. In fast
allen anderen Vereinen werden Unsummen für einzelne Spieler ausgegeben(Handgelder, Amateurverträge etc.), dies ist bei uns nicht der Fall und wird auch in
Zukunft nicht der Fall sein.

Wir müssen versuchen durch Kreativität und Engagement auf allen Ebenen Spieler vom VfR zu überzeugen und sie zu einem Wechsel zu bewegen.

Was erwartet den VfR in den nächsten Jahren noch  - hier muss man sicherlich auf den geplanten Bau der Fachhochschule Bielefeld hinweisen. Erste
Gespräche und Entwürfe lassen erwarten, dass unser in Eigenregie erstellter Rasenplatz (auf Unigelände) dem Bau der FH zum Opfer fallen wird. Was das
beutet kann sich jeder selbst ausmalen – mit nur noch einem funktionsfähigen Sportplatz wird es sehr schwer  allen Mannschaften gerecht zu werden. Hier wird
der Vorstand mit all seinen Möglichkeiten gefragt sein,  eine möglichst optimale Lösung herbeizuführen. Wir hoffen natürlich, dass uns die Uni entgegen kommt
und wir weiterhin auf den Plätzen der Universität spielen und trainieren können.

 Auf der Jahreshauptversammlung im Mai diesen Jahres wurde beschlossen eine Kommission zu gründen, die das Beitragswesen im VfR reformiert. Wir müssen
z.B. darüber nachdenken, wie wir es schaffen können,  passive Mitglieder zu gewinnen und dazu kann natürlich auch ein attraktiver Beitrag dienen.

Der Abbau unserer durch den Kunstrasenplatz entstandenen Schulden ist ebenfalls ein mittelfristiges Ziel des VfR bzw. des Vorstandes. Dieser Schuldenabbau
in den nächsten 2-3 Jahren wird der nachfolgenden Vorstandsgeneration den Rücken freihalten und ggf. neue Investitionen in den VfR ermöglichen.

Alles steht und fällt natürlich immer mit den sportlichen Erfolgen und deswegen möchte ich hier nochmals feststellen, das wir alle großes Interesse daran haben
unsere Seniorenmannschaften zum einen in der Klasse zu halten (II.) zum anderen aber auch versuchen sollten mit der I. Mannschaft  eine Klasse höher zu
spielen.

Dies gilt auch für den Jugendbereich, wo wir in der neuen Saison und ich hoffe natürlich auch für längere Zeit,  mit 3 Mannschaften erstmals überkreislich spielen
(D, C und B-Jugend) werden.

Man kann an dieser beispielhaften Aufzählung  erkennen, das es auch in den nächsten beiden Jahren vieles und wichtiges  zu tun gibt und ich hoffe sehr, das wir
vom Vorstand des VfR mit der Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer diese Aufgaben zur Zufriedenheit unserer Mitgliedern bewältigen werden.  

Ich möchte abschließend alle Mitglieder/innen bitten,  sollte es Fragen oder Probleme geben, sich vertrauensvoll an den Vorstand zu wenden – wir werden alles
daran setzen diese Dinge möglichst einvernehmlich und im Sinne unseres Vereins  zu  lösen.

Auch über Anregungen aller Art die zur Verbesserung unseres Vereinslebens beitragen könnten, haben wir vom Vorstand stets ein offenes Ohr.

 

Volker Johst
1.Vorsitzender